Exportkreditversicherung, Landesbürgschaften

Zuverlässige und zu wettbewerbsfähigen Kosten verfügbare privatwirtschaftliche, aber wo notwendig auch öffentliche, Finanzierungsinstrumente spielen für die Auftragsakquisition die entscheidende Rolle. Die Exportkreditgarantien, Landesbürgschaften oder auch das Schiffs-CIRR-Programm stellen auch im internationalen Wettbewerb notwendige und sinnvolle Instrumente dar. Sie sind derzeit für das „financial engineering“ der mittelständisch geprägten maritimen Industrie unverzichtbar.

Im internationalen Vergleich werden diese Instrumente in Deutschland aktuell jedoch zu restriktiv gehandhabt. Hintergrund hierfür ist u.a., dass die staatlichen Finanzierungsinstrumente noch auf den vergangenen Serienschiffbau ausgerichtet sind. Zudem sind Inlandsrisiken, seien es Besteller- oder Werftrisiken, darüber nicht wettbewerbsfähig absicherbar, sodass viele dieser Aufträge nicht bei inländischen Unternehmen platziert werden, sondern ins Ausland abwandern.

Dringend muss deshalb eine Anpassung und Flexibilisierung bestehender Instrumente an das veränderte Produktportfolio erfolgen. Dem derzeitigen Finanzierungsengpass sollte darüber hinaus durch die direkte Einbeziehung öffentlicher Finanzierungsinstitutionen in entsprechende Bauzeitfinanzierungen von Spezialschiffen und Offshore-Strukturen begegnet werden. Ziel muss es sein, die wettbewerbsfähige und innovationsstarke deutsche maritime Industrie in die Lage zu versetzen, wirtschaftlich tragfähige Aufträge am Markt gewinnen zu können und so industrielle Wertschöpfung am Standort Deutschland sicherzustellen.

Mit allen Themen zur Verbesserung der Finanzierungsrahmenbedingungen setzt sich der Finanz- und Steuerausschuss des VSM inhaltlich auseinander und erarbeitet entsprechende Maßnahmen.