Nationale Maritime Konferenz 2015

VSM-Präsident Harald Fassmer auf der NMK

Maritime Agenda 2025

Ergebnisse der 9. Nationalen Maritimen Konferenz

Der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Uwe Beckmeyer, hat auf der 9. Nationalen Maritimen Konferenz der Bundesregierung die "Eckpunkte einer Maritimen Agenda 2025“ vorgestellt. Sein Ziel ist es, die Maritime Agenda bis Ende des Jahres fertigzustellen und Anfang 2016 dem Bundeskabinett zur Beschlussfassung vorzulegen.

Bundeskanzlerin Merkel, Bundeswirtschaftsminister und Vizekanzler Gabriel sowie Bundesverkehrsminister Dobrindt betonten in ihren Reden die große Bedeutung der maritimen Industrie für die Volkswirtschaft des ganzen Landes.

Bundeskanzlerin Merkel: „Investitionen in Innovation, in Forschung und Entwicklung erweisen sich also als Investitionen in die Zukunft des Standortes, als Investitionen in die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und damit auch in die Sicherheit von Arbeitsplätzen. Investitionen in einen hochmodernen Schiffbau kommen neben den Werften natürlich auch den vielen Zulieferern zugute.“

Bundeswirtschaftsminister Gabriel: „Die maritime Wirtschaft bleibt für uns eine Zukunftsbranche. Energiewende, Klima- und Umweltschutz, Rohstoffversorgung auf diese zentralen Zukunftsfragen wird uns die maritime Wirtschaft helfen, Antworten zu finden. […] Der Vorschlag für eine Innovationsoffensive wird in den Eckpunkten der maritimen Agenda aufgegriffen, die der Kollege Beckmeyer gestern vorgestellt hat. Ich halte auch die Forderung nach einer deutlichen Aufstockung der Mittel im Bereich Innovationsförderung, Forschung und Entwicklung für richtig, wir werden ja jetzt das auch im nächsten Haushalt mit Hilfe des Haushaltsausschusses schaffen, die Mittel um 10 Mio. Euro auf dann, glaube ich, rund 25 Mio. Euro, also fast zu verdoppeln. Das, glaube ich, ist ein erster guter Schritt, wir werden das sicher in den kommenden Jahren weiter ausbauen müssen.“

Frank Del Rio President and CEO Norwegian Cruise Lines: “Germany leads the world when it comes to building complex marine vessels. […] However, competition from Asia continues to grow. While Germany currently has the strategic advantage with decades of shipbuilding experience, and the advanced production technologies needed to build the complex and sophisticated ships demanded by today’s cruise industry --  European shipbuilders cannot rest on their laurels. They must continue to innovate and strengthen their position in the global market. […] Germany, all of Europe and the U.S. in particular for that matter, must aggressively compete with China and Asia to retain superiority in the few industries not yet dominated by China -- and shipbuilding is one of those remaining industries.”

 

Maritime Agenda 2025 – Leitbilder der Maritimen Politik der Bundesregierung

  • Forschung, Entwicklung und Innovationen stärken – Technologieführerschaft sichern und ausbauen
  • Zukunftsmärkte erschließen
  • Internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken
  • „Green-Shipping“ - Klima- und Umweltschutz im Seeverkehr voranbringen
  • Erhalt und Neubau der Infrastruktur
  • Ausbildung und Beschäftigung im Rahmen des Maritimen Clusters sichern
  • Industrie 4.0 stärker in der maritimen Branche verankern

 

Ergebnisse für Schiffbau & Meerestechnik in Kürze:

  • Das BMWi-Innovationsförderprogramm im Schiffbau wird von 15 auf 25 Mio. € angehoben
  • Änderung de Kofinanzierung: künftig tragen die Länder nur noch ein Drittel des Förderbetrags statt wie bisher 50%
  • Fortsetzung und Erhöhung der F&E Förderung
  • Unterstützung für den Vorschlag zum Aufbau eines Zentrums für die Forschungskooperation in der maritimen Wirtschaft  
  • Bekenntnis zu einer vom Kabinett Anfang 2016 zu verabschiedenden Maritimen Agenda 2025
  • Unterzeichnung bilateraler Memoranden der Zusammenarbeit im Tiefseebergbau mit Frankreich
  • Machbarkeitsstudie als Voraussetzungen für den Pilot Mining Test im Tiefseebergbau
  • Ressortübergreifender Dialog zur Umsetzung und Weiterentwicklung der Strategie der Bundesregierung zur Stärkung der Verteidigungsindustrie in Deutschland einschließlich regelmäßige Überprüfung des Begriffs der „Schlüsseltechnologie“

 

 

Fotos Copyright: BMWi/Heller