Meerestechnik

Unter dem Begriff Meerestechnik werden in Deutschland  Unternehmen, wirtschaftliche Tätigkeiten und wissenschaftliche Disziplinen zusammengefasst, die sich auf die Erforschung und Nutzung der Meere als Energie-, Rohstoff- und Nahrungsquelle beziehen.

Die derzeit aus industrieller Perspektive wichtigsten Wirtschaftsbereiche sind die Öl- und Erdgasgewinnung aus dem Meer und die Offshore-Windenergienutzung. Allerdings bestehen langfristig auch große Potenziale beim Tiefseebergbau und der Nutzung von Gashydraten.

Die Lösung dieser großen Zukunftsherausforderungen verlagert sich nicht nur ins Meer, sondern auch in immer größere Wassertiefen und in abgelegene, klimatisch anspruchsvolle Regionen, wie Arktis und Antarktis. Damit gewinnen spezielle Kompetenzen und Produkte der Unterwasser-, Polar- und Eistechnik an Bedeutung, bei denen Deutschland zu den technologisch führenden Ländern gehört.

In der deutschen Meerestechnik sind über 500 Unternehmen und fast 200 wissenschaftliche Institute engagiert, die jährlich einen Umsatz von über elf Milliarden € erzielen.