Schiffs- und Meerestechnik

Die maritime Industrie in Deutschland bedient nicht anspruchslose Massenmärkte, sondern entwickelt und baut Produkte für höchste technische Anforderungen, die den Stand der Schiffs- und Meerestechnik kontinuierlich erweitern. Derzeit wird die Technologieentwicklung von den drei großen „E“ – Emissionen, Effizienz und Energie – vorangetrieben.

Die Produktpalette reicht von kleinen RoRo-Fähren über Fahrgastschiffe bis hin zu LNG-Power-Bargen und großen Offshore-Plattformen für die Energieindustrie.

Durch das sich verändernde Portfolio deutscher Werften erhöht sich der Innovationsgehalt des Auftragsbestandes kontinuierlich. Technologische Fortschritte werden dabei über kommerziell genutzte Prototypen und verbesserte Ausrüstungskomponenten erzielt.

Angesichts steigender Energiepreise und wirtschaftlicher Belastungen durch steigende Umweltauflagen ist der Treibstoffverbrauch und die Energiegewinnung stärker in den Fokus der Produktentwicklung genommen worden als je zuvor.  Die Schiffbauindustrie ist allerdings darauf angewiesen, dass der verbesserte Stand der Technik auch durch verbindliche gesetzliche Regelungen in der Schifffahrt implementiert wird.

Die terminlich dicht gedrängte Umsetzung von neuen Umweltanforderungen stellt die Branche zunehmend vor wirtschaftliche Herausforderungen. Daher ist es dringend erforderlich, die technologische Aufrüstung der Seeschifffahrt über staatlichen „Green Shipping“-Finanzierungen oder Umweltinnovationsprogramme zu fördern und hierdurch die gesamte maritime Wirtschaft Deutschlands zu stärken.