Seeschiffbau

Im internationalen Wettbewerb sind die rund 60 mittleren und größeren Werften mit ihren rund 16.700 Beschäftigten aktiv in den Marktsegmenten Neubau von Passagierschiffen, Yachten, anderen Spezialschiffen, Offshore-Anlagen sowie Reparaturen und Umbauten.

Neben wenigen Konzerngesellschaften sind die Werften weitgehend mittelständisch geprägt und oft langfristig orientierte Familienunternehmen.

In den vergangenen wirtschaftlichen Krisenjahren durchliefen auch mehrere deutsche Werften einen Konsolidierungsprozess.

Daraus sind acht Werftgruppen mit über 20 Betrieben entstanden. Sie haben sich damit breitere und flexiblere Grundlagen geschaffen, mit denen sie ihre Wettbewerbspositionen stärken konnten. Dies betraf nicht nur die Neubau- sondern auch die Reparaturwerften.

Rund die Hälfte der Werftumsätze wird durch die Kapazitäten im zivilen Handelsschiffsneubau abgedeckt, zu dem hier auch der Bau von Mega-Yachten und Offshore-Anlagen gezählt wird. Als Reaktion auf die geänderten Marktbedingungen seit der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008 gaben die Werften den Serienbau von Standardschiffen zugunsten von Einzelfertigungen auf. Sie verfolgten eine Nischenpositionierung und konzentrierten sich erfolgreich auf den Bau von Spezialschiffen.