Hochschulausbildung

Während in Asien Standardschiffstypen gebaut werden, haben deutsche Werften bei Spezialschiffen noch immer die Nase vorn. Der Bau ausrüstungsintensiver Kreuzfahrtschiffe, Fähren, Yachten, Offshore-Fahrzeuge und -Plattformen, U-Boote sowie anderer Marinefahrzeuge erfordert einen steigenden Ingenieurbedarf. Die Branche befindet sich in einem Aufschwung – und wer sich heute für eine Karriere als Schiffbauingenieur entscheidet, wählt den Weg in eine spannende berufliche Zukunft.

Derzeit werden in allen schiffbaurelevanten Fachrichtungen auf Werften und in der Zulieferindustrie Nachwuchsingenieure gesucht, so dass sowohl Bachelor- als auch Masterabsolventen beste Beschäftigungsperspektiven haben.

Alle maritimen Studiengänge sind in Deutschland weiterhin gut nachgefragt. An den sechs Schiffbau-Hochschulen in Berlin, Bremen, Duisburg, Hamburg, Kiel und Rostock wurden in den letzten Jahren jährlich über 300 angehende Schiffbauingenieure neu zum Studium zugelassen. Damit waren durchschnittlich bundesweit gut 1.100 Studenten in schiffs- und meerestechnischen Studiengängen immatrikuliert.

Das maritime Studienangebot wird abgerundet durch die erfolgreichen Studiengänge Schiffsbetriebstechnik und Schiffsmaschinenbau an der FH Flensburg und den neuen Studiengang Offshore-Anlagentechnik an der FH Kiel.

Neue Produkte, steigende technische und Umweltansprüche sowie eine größere Spezialisierung – das sind die Richtungen in die sich der Schiffbau in den nächsten Jahren weiterentwickeln wird. Zusätzlich zeichnet sich ein Trend zum maritimen Anlagenbau ab. Deutsche Werften liefern neben Schiffen vermehrt Offshore-Strukturen wie Konverterplattformen, Wohnmodule oder Fundamente für Windkraftanlagen. Außerdem gelingt es den deutschen Unternehmen, verstärkt in den Bereichen Öl- und Gasgewinnung und dem Meeresbergbau Fuß zu fassen.